Ein Fernglas für die Jackentasche klingt einfach – bis man im Septembernebel am Feldrand steht. Rehwild tritt auf 120 Meter aus dem Mais, das Licht kippt, und das große 8x56 liegt zu Hause im Schrank. Genau dafür gibt es die 8x25-Klasse: Ferngläser, die man wirklich dabeihat. Auf der Pirsch, beim Wandern, im Zug nach Oberstdorf oder abends auf der Hüttenterrasse.
Bei Pirschlicht laufen drei Modelle immer wieder über die Ladentheke und im Suchfeld gegeneinander: das NOBLEX NF 8x25 inception aus Thüringen, das Kowa BD25 8x25 aus Japan und das Kowa SV II 8x25 als leichter Einstieg. Alle drei versprechen 8-fache Vergrößerung bei 25 mm Objektiv, wasserdichtes Gehäuse und Taschenformat. Trotzdem sind es drei völlig unterschiedliche Charaktere.
Wir haben sie nebeneinander auf der Morgenpirsch, am Weiher bei der Entenzählung und auf zwei Hüttenwochenenden geführt – mit Brille und ohne, mit Handschuhen, im Niesel und im Gegenlicht. Hier kommt das Ergebnis ohne Marketingnebel, Stand September 2026.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- NOBLEX NF 8x25 inception (ca. 168 €): Der Revier-Arbeiter. Deutlich griffiger, Multitop-vergütet, mit Eisfelder Endkontrolle. Wer ein zweites Glas für Pirsch, Ansitz-Kanzel und Auto will und deutsche Ersatzteilversorgung schätzt, landet hier.
- Kowa BD25 8x25 (ca. 286,80 €, 320 g): Der Feingeist fürs Vogelbuch. Beste Randschärfe im Trio, sehr saubere Farben dank Voll-Mehrschichtvergütung und KR-Schutzschicht, angenehmes Einblickverhalten für Brillenträger. Ideal für Naturbeobachtung, Reise und Digiscoping-Einstieg.
- Kowa SV II 8x25 (ca. 149,11 €, 260 g): Der Leichte für alle Fälle. Nur 260 Gramm, schnell in der Hand, ehrliche Leistung für den Preis. Für Einsteiger, Kinder ab ca. 12 Jahren und als Hütten- und Rucksackglas unschlagbar günstig.
Unsere Kurzempfehlung: Jäger und Hüttenwirte, die Robustheit und Service wollen, nehmen das NOBLEX. Vogelbeobachter und Brillenträger nehmen das Kowa BD25. Wer Gewicht und Preis minimieren will, nimmt das SV II – und ärgert sich nicht.





